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Irgendetwas verpasst? Hier findet Ihr die Aufzeichnungen zu sämtlichen erfassten Spielabenden absteigend in chronologischer Reihenfolge.

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Sonntag, 29. Juli 2007 / Staub & Sterne

Zu Tode erschrocken von sämtlichem Schwarz, musste Orelia von Jarin bewusstlos geschlagen werden, um keine Gefahr für sich selbst und die Gruppe zu sein. Sie wurde entkleidet, und als sie wieder zu Bewusstsein kam versuchte man jegliche Schwärze vor Ihr zu verstecken. Zu allem Übel brach allerdings langsam aber sicher die Nacht herein! Nach einem innigen Gebet an den Herrn Boron fasst Orelia neuen Mut, und konnte die aufkommende Schwarzangst niederringen. Man konnte also - den Göttern sei Dank - gemeinsam weiterziehen.

Schon nach weniger als einer Meile stand man nun am Fuße der Felsnadel welche die Fundamente des große Turmes trug. Nur eine schmale, kaum gesicherte, eiserne Wendeltreppe führte in die Höhe. Mit flauem Gefühl erklomm man sie, doch auf halber Höhe löste sich plötzlich ein Steinschlag, und raste genau auf die Gruppe zu. In Panik versuchten einige zu fliehen, doch Soraya konnte gerade noch rechtzeitig entdecken das es sich um eine geschickt eingesetzte Illusion handelte. Der Anblick der imaginären Steine und Geröllbrocken die durch ihn hindurchfielen war für Jarin trotz allem zu viel - mit sichtlichem Schock war er ab dieser Sekunde zunächst nur noch ein Schatten seiner selbst.

Am Fuße des Turmes angelangt erblickte man ein großes, eisenbeschlagenes Portal voller widersprüchlicher Runen. Daneben gähnten einige Schießscharten, doch zum Glück schlug der Gruppe kein Feindfeuer entgegen. Nach gelungenem Eindringen konnte man zunächst das Erdgeschoss erkunden. Man fand eine Treppe hinab, aber keine Stiege die weiter in die Höhe führte. Diese schien tatsächlich im einzigen unerkundeten Raum zu liegen, in welchem die Helden mehrere der schlangenleibigen Wächter hören konnten. Man entschied sich zunächst die unteren Geschosse zu erkunden.

Dort stieß man auf Widerstand in Form einer zum Leben erwachenden Gargaylenstatue, konnte allerdings auch vieles nützliches - und grauenhaftes - entdecken. Neben großen, gut gefüllten Lagerräumen, einer komplizierten Heizanlage und einem schaurigen, alchimistischen Labor, fand man allerlei nutz- und heilbringenden Tinturen und Mittelchen, sowie diverse unerforschte Schmuckstücke. Im letzten Kellergeschoß allerdings stieß man auf ein Verhörzimmer, und konnte gar die Ruhestätte des Dämonischen Galertklumpens finden. Da dort keinerlei Weg vorbei führte, wendete man die Aufmerksamkeit wieder auf die oberen Etagen.

 Tatsächlich lag die nach oben führende Stiege im Raum der Schlangenwächter, doch diese konnten nach gelungener Absprache schnell überwältigt werden. Die oberen Gemächer allerdings waren von deutlich anderer Natur als die dunklen Kellerräume: Lichtdurchflutet, ausgestattet mit jedem erdenklichen Luxus und edelsten Materialien fühlte man sich in einen Fürstenpalast aus Tausend und einer Nacht versetzt. Während man - mit staunendem Blick aber aller gebotenen Vorsicht - das erste Obergeschoß erkundete, traf man in der Küche auf einen Sklaven, der sich allem Anschein nach nicht unter einem vollständigen Beherrschungsbann befand. Er konnte den Helden berichten das sich der Meister - und ein anderer Mann - in den oberen Gemächern befindet. Obwohl der Sklave die nahende Befreiung durch die Helden herbeisehnte, war seiner Furcht doch zu groß als dass er selbst mit in den Kampf gezogen wäre, und es lag an den Helden allein die Konfrontation mit dem Herren des Turmes zu suchen.

Auch das 2. Geschoss war von ähnlicher Natur wie das untere, allerdings fanden sich hier zudem noch unzähliche magische und nichtmagische Bücher, die Sorayas Gier erst recht entfachten. Da der klare Geist allerdings die Oberhand behielt, konnte man sich weiter auf das eigentliche Ziel konzentrieren. Nachdem man zwei Stimmen in einem Nebenraum gehört hatte, stürmten die Helden voller Mut dort hinein, nur um direkt die Kontrolle über ihre Glieder zu verlieren. Sie sahen Colon Da Merinal - geistlos wie eine Marionette - und einen gepflegten, jungen, tulamidischen Mann, der sich alsbald als Liscom von Fasar vorstellte. Durch die Kraft eines großen Kristalls wurden die Helden gezwungen sich in aller ungebotenen Seelenruhe in mehrere bereitstehende Postersessel zu setzen.

Im nun folgenden Gespräch - währenddessen Liscom Colon nach oben auf die Turmspitze befehligte - versuchte der Magier die Helden von der Reinheit und Sinnhaftigkeit seiner Unternehmung, der Befreiung Borbarads aus der Zeitengefängnis des Limbus - zu überzeugen. Und auch wenn die Helden standhaft blieben, so entbehrten Liscoms Argumente allerdings nicht hin und wieder einer unheimlichen Logik. Die wahre Natur Lirobals wurde ebenfalls aufgedeckt - in der Tat sei er nichts anderes als der Alte Drache Teclador, der in einer vorherigen Konfrontation mit Liscom seinen Karfunkelstein an diesen verloren hatte. Als der Magier bemerkte das all seine Argumente nicht ausreichen würden um die Helden zu bekehren, beschloss er sie lieber zu töten, als eine Störung des komplizierten Rituals zuzulassen. Er zig einen Ring von seinem Finger, und binnen Augenblicken war die Luft erfüllt von singenden, gelben Blitzen, und schwarzem Dampf. Darin regte sich eine niederhöllische Bestie - ein Zant, welchem Liscom die Vernichtung der Helden befahl. Gerade als der Magier sich ebenfalls nach oben begeben wollte, das Schicksal der Helden besiegelt zu sein schien, stieß Lirobal unter Aufbringung seiner letzten Kräfte den beherrschenden Kristall um: Die Helden konnten sich nun gegen die Alptraumkreatur zur Wehr setzen!

Nach erbittertem Kampf, in welchem die unorthodoxe Taktik des Zants, sowie seine erschreckende Gestalt die Helden mehr als einmal überraschte, konnten die Helden über das Wesen triumphieren. Jalinka fand Tecladors Karfunkel, und Lirobal schlang ihn gierig herunter, nur um zunächst unter Krämpfen und dann ohne erkennbare Lebenszeichen liegen zu bleiben. Doch es blieb keine Zeit um hier noch irgendetwas zu tun - die Helden stürmten die Stiege auf das Dach hinauf, um Liscom üblem Plan zu vereiteln. Dort sahen sie Colon - liegend in einem magischen Zeichen. Liscom stand darüber, scheinbar die Kraft der Gestirne fokussierend. Als er die Helden sah, wirkte er überrascht und hasserfüllt. Schnell schütze er sich mit einer Kuppel aus geronnener Luft, und bereitete sich auf die allentscheidende Konfrontation vor.

Der Kampf war brutal. Liscom gelang es die Kontrolle über Jarins Geist zu erringen, und ihn gegen seine eigenen Kameraden zu schicken. Mit schützend eingesetztem Flammenschwert nahm sich der Magier nun seinen restlichen Feinden an. Obwohl es den Helden unter Einsatz aller Kräfte gelang dem Magier fürchterliche Wunden zuzufügen, schien seine Zauberkraft letztlich doch zu stark. Die Helden wurden von ätzenden, miasmatischen Strahlen verwundet, niederhöllischer Schmerz schickte sie auf den Boden, Orielia wurde binnen Sekunden um Jahre veraltert, und das verderbte Ritual nahm immer noch seinen Lauf. Schließlich erreichte Lirobal kriechend die Plattform und schickte Liscom einen mächtigen Feuerstrahl entgegen. Kurz rangen die magischen Kräfte der beiden Kontrahenten miteinander, doch dann wurde Liscom verbrannt und verzehrt von der Plattform seiner Turms in die Tiefe geschleudert. Noch einmal hörten die Helden seine - erschrecken ruhige - Stimme: Dies sei erst der Anfang, und dann legte sich die Stille der Nacht über die Zinne.

Colons Geist war plötzlich wieder klar, ebenso der von Jarin. Das Ritual war verhindert worden. Im Tal konnte man aufflammende Feuer sehen - scheinbar wehrten sich nun auch die anderen Sklaven gegen Ihr Joch. Lirobald / Teclador aber heilte die Helden, und beschwor ihnen ein großes, gemeinsames Schicksal. Er segnete sie, und man fühlte sich als hätten sich die ureigensten Begabungen noch verstärkt. Dann verschwand die Gestalt Lirobals in einer gleißenden Kaskade, und als die Sinne widererwachten, sah man vor dem gleißenden Rund des Madamals die Gestalt eines majestätischen, sich entfernenden Drachens. Wieder zurück im Turm musste man allerdings feststellen, dass die Sklaven nicht die einzigsten Geschöpfe waren, von welchen der Bann genommen war - die Fundamente des Turmes erzitterten, und ein infernalisches Brüllen war zu hören: Der Dharai wütete in der Tiefe, und seine Kraft war im Begriff den gesamten Turm zum Einsturz zu bringen. Mit letzter Kraft konnten die Helden den Turm verlassen, und als sie im Tal ankamen konnten sie das einst so prächtige Gebäude von der Spitze stürzen sehen.

In Jarin schien sich Erkenntnis oder Demut gebildet zu haben, denn wie sonst wäre es zu erklären das er gerade in diesem Moment einen Heiratsantrag an Soraya hervorbrachte. ´Sie erhöhrte Jarins Bitte, und zumindest für die Beiden waren die Schrecken der vorangegangenen Stunden für einige Augenblicke vergessen.

Gemeinsam mit den Sklaven und Colon machte man sich auf den beschwerlichen Rückweg aus der Gor. Trotz aller Bemühungen verlor man dabei mache Seele, aber man nahm selbst die Toten mit, um sie nicht dieser götterverlassenen Umgebung auszusetzen. Im Temphis angelangt wurden die Toten begraben, und die Überlebenden von den fürsorglichen Dorfbewohnern auf Kosten der Helden versorgt. Nach einigen Tagen der Ruhe ritten die Helden zurück nach Khunchom, und die Freude und Erleichterung der Gaukler war groß, als sie Colon und seine Retter lebendig wussten.

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Sonntag, 3. Juni 2007 / Staub & Sterne

Der restliche Aufstieg durch die Klamm zur Gor wurde bewältigt. Dabei kam es zu einer Begegnung mit einem untoten Schlachtroß. Als dieser vorübergezogen war, hörte man ein Schnüffeln, sah annähernd humanoide Schatten, und wurde sogleich von Ghulen angegriffen. Jarin tötete eine Kreatur, während die andere erst niedegestreckt werden konnte, nachdem sie Zuris gebissen hatte. Dieser verbrachte den Rest der Nacht darauf in Leichenstarre.

Am nächsten Tag erreichte man die Pforte der Toten, und musste feststellen dass das heilige Grabmal aufgebrochen und geschändet wurde. Es fanden sich ähnliche Schleimspuren wie am umgestürzten Wagen.

Man betrat die Gor, wendete sich dem nächsten Monolithen zu, und hatt schon am ersten Tag und in der ersten Nacht jede Menge unheimliche Geschehnisse zu bewältigen (Rafims Sturz in eine Senke, blankpoliertes Skelett, beschädigtes Schuhwerk, platzende Wasserschläuche, Traum aus der Vergangenheit, unsichtbare, würgende Hände, schreiende Geistererscheinung).

Am nächsten Gang ging man einem blauen Leuchten nach, welches man in der nacht entdecken konnte. Man wanderte auf eine krallenförmige Gesteinsformation zu, und erlebte dabei erneut einige Schrecken (reißende Hände im Sand, Stimme Rohals, Angriff eines untoten Magiers).

Die "Kralle" erwies sich als Sklavenmine. Lirobal erinnerte sich daran schon einmal dort gewesen zu sein. Dies sei die Mine Liscoms von Fasar. Die Arbeiter waren apathisch, und hatten keine sinnvollen Informationen. Zwei wachende Schlangenmenschen wurden getötet. Auf dem Rückweg sah mam einen zweigehörnten Dämon, der aussah wie ein riesiger Galertklumpen. Er nahm die vollbeladene Erzlore mit sich.

Am nächsten Tag folgte man der Spur des Dämons, stieß dabei auf den Leichnam einer Hesindegeweihten in einem gläsernen Kokon, und schließlich auf eine Reihe von Runensteinen, die ein großes Areal, welches von flirrendem Staubwirbel abgeschirmt war, begrenzten. Lirobal wurde beim beschreiten der Grenze beinahe getötet, erwachte aber schließlich wieder, und konnte sich an ein großes Tal erinnern. Liscom soll dort versuchen "seinen Meister" aus der Zeit zurückzuholen.

Nachdem man die Staubbarriere durchschritten hatte sah man tatsächlich ein tropisches Tal, und einen darin stehenden Turm. Mit einem behelfsmäßigen Flaschenzug gelangte man hinab, sah Arbeitsstätten, Hütten und Sklaven die genausowenig Informationen bieten konnten, ausser das es noch einen "kleinen Meister Kurun" geben solle.

Auf dem Weg zum Turm wurde man vom Zwergen Kurun und einem Schlangenmensch entdeckt. Man gab sich als Freunde des Meisters aus, und sollte zum Turm geleitet werden. Kurun wurde nach Befragungen zunehemend misstrauisch, und es kam zum Kampf. Bevor Kurun getötet werden konnte, bewies er Zauberfähigkeiten. Er steckte Jarin in Brand, und versetzte Orelia in fürchterliche Schwarzangst.

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